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    <title>Selbsttechnologien Medientechnologien (Projektarbeit für das Seminar Medientechnologien/ Selbsttechnologien, Prof. Dr. Eva Warth und Hanna Surma, an der Ruhr-Universität-Bochum, Wintersemester 2005/2006 - Sommersemester 2006)</title>
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    <description>Projektarbeit für das Seminar Medientechnologien/ Selbsttechnologien, Prof. Dr. Eva Warth und Hanna Surma, an der Ruhr-Universität-Bochum, Wintersemester 2005/2006 - Sommersemester 2006</description>
    <dc:publisher>Florian Sprenger</dc:publisher>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:date>2006-05-20T10:51:44Z</dc:date>
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    <title>Selbsttechnologien Medientechnologien</title>
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    <title>K. war telephonisch verständigt worden, daß am nächsten Sonntag eine kleine Untersuchung...</title>
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    <description>K. war telephonisch verständigt worden, daß am nächsten Sonntag eine kleine Untersuchung in seiner Angelegenheit stattfinden würde. Man machte ihn darauf aufmerksam, daß diese Untersuchungen regelmäßig, wenn auch vielleicht nicht jede Woche, so doch häufiger einander folgen würden. Es liege einerseits im allgemeinen Interesse, den Prozeß rasch zu Ende zu führen, anderseits aber müssten die Untersuchungen in jeder Hinsicht gründlich sein und dürften doch wegen der damit verbundenen Anstrengung niemals allzulange dauern. Deshalb habe man den Ausweg dieser rasch aufeinanderfolgenden, aber kurzen Untersuchungen gewählt. Die Bestimmung des Sonntags als Untersuchungstag habe man deshalb vorgenommen, um K. in seiner beruflichen Arbeit nicht zu stören. Man setze voraus, daß er damit einverstanden sei, sollte er einen anderen Termin wünschen, so würde man ihm, so gut es ginge, entgegenkommen. Die Untersuchungen wären beispielsweise auch in der Nacht möglich, aber da sei wohl K. nicht frisch genug. Jedenfalls werde man es, solange K. nichts einwende, beim Sonntag belassen. Es sei selbstverständlich, daß er bestimmt erscheinen müsse, darauf müsse man ihn wohl nicht erst aufmerksam machen. Es wurde ihm die Nummer des Hauses genannt, in dem er sich einfinden solle, es war ein Haus in einer entlegenen Vorstadtstraße, in der K. noch niemals gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag war trübes Wetter. K. war sehr ermüdet, da er wegen einer Stammtischfeierlichkeit bis spät in die Nacht im Gasthaus geblieben war, er hätte fast verschlafen. Eilig, ohne Zeit zu haben, zu überlegen und die verschiedenen Pläne, die er während der Woche ausgedacht hatte, zusammenzustellen, kleidete er sich an und lief, ohne zu frühstücken, in die ihm bezeichnete Vorstadt. Eigentümlicherweise traf er, obwohl er wenig Zeit hatte, umherzublicken, die drei an seiner Angelegenheit beteiligten Beamten, Rabensteiner, Kullich und Kaminer. Die ersten zwei fuhren in einer Elektrischen quer über K.s Weg, Kaminer aber saß auf der Terrasse eines Kaffeehauses und beugte sich gerade, als K. vorüberkam, neugierig über die Brüstung. Alle sahen ihm wohl nach und wunderten sich, wie ihr Vorgesetzter lief; es war irgendein Trotz, der K. davon abgehalten hatte, zu fahren, er hatte Abscheu vor jeder, selbst der geringsten fremden Hilfe in dieser seiner Sache, auch wollte er niemanden in Anspruch nehmen und dadurch selbst nur im allerentferntesten einweihen; schließlich hatte er aber auch nicht die geringste Lust, sich durch allzu große Pünktlichkeit vor der Untersuchungskommission zu erniedrigen. &lt;i&gt;[Anm.: Word zeigt an, dass der Satz zu lang ist. Wie hätte Kafka mit der Selbsttechnologie Grammatikprüfung geschrieben?]&lt;/i&gt; Allerdings lief er jetzt, um nur möglichst um neun Uhr einzutreffen, obwohl er nicht einmal für eine bestimmte Stunde bestellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kamen sie rasch aus der Stadt hinaus, die sich in dieser Richtung fast ohne Übergang an die Felder anschloß. Ein kleiner Steinbruch, verlassen und öde, lag in der Nähe eines noch ganz städtischen Hauses. Hier machten die Herren halt, sei es, daß dieser Ort von allem Anfang an ihr Ziel gewesen war, sei es, daß sie zu erschöpft waren, um noch weiter zu laufen. Jetzt ließen sie K. los, der stumm wartete, nahmen die Zylinderhüte ab und wischten sich, während sie sich im Steinbruch umsahen, mit den Taschentüchern den Schweiß von der Stirn. Überall lag der Mondschein mit seiner Natürlichkeit und Ruhe, die keinem anderen Licht gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich ließen sie K. in einer Lage, die nicht einmal die beste von den bereits erreichten Lagen war. Dann öffnete der eine Herr seinen Gehrock und nahm aus einer Scheide, die an einem um die Weste gespannten Gürtel hing, ein langes, dünnes, beiderseitig geschärftes Fleischermesser, hielt es hoch und prüfte die Schärfe im Licht. Wieder begannen die widerlichen Höflichkeiten, einer reichte über K. hinweg das Messer dem anderen, dieser reichte es wieder über K. zurück. K. wußte jetzt genau, daß es seine Pflicht gewesen wäre, das Messer, als es von Hand zu Hand über ihm schwebte, selbst zu fassen und sich einzubohren. Aber er tat es nicht, sondern drehte den noch freien Hals und sah umher. Vollständig konnte er sich nicht bewähren, alle Arbeit den Behörden nicht abnehmen, die Verantwortung für diesen letzten Fehler trug der, der ihm den Rest der dazu nötigen Kraft versagt hatte. Seine Blicke fielen auf das letzte Stockwerk des an den Steinbruch angrenzenden Hauses. Wie ein Licht aufzuckt, so fuhren die Fensterflügel eines Fensters dort auseinander, ein Mensch, schwach und dünn in der Ferne und Höhe, beugte sich mit einem Ruck weit vor und streckte die Arme noch weiter aus. Wer war es? Ein Freund? Ein guter Mensch? Einer, der teilnahm? Einer, der helfen wollte? War es ein einzelner? Waren es alle? War noch Hilfe? Gab es Einwände, die man vergessen hatte? Gewiß gab es solche. Die Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht. Wo war der Richter, den er nie gesehen hatte? Wo war das hohe Gericht, bis zu dem er nie gekommen war? Er hob die Hände und spreizte alle Finger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber an K.s Gurgel legten sich die Hände des einen Herrn, während der andere das Messer ihm tief ins Herz stieß und zweimal dort drehte. Mit brechenden Augen sah noch K., wie die Herren, nahe vor seinem Gesicht, Wange an Wange aneinandergelehnt, die Entscheidung beobachteten. »Wie ein&lt;br /&gt;
Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In: KAFKA, Franz (1960): Der Prozeß. Fischer, Frankfurt/Main. S. 28ff., S. 164f.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-08T21:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1929608/">
    <title>,,, ,,, ,,,</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1929608/</link>
    <description>Das Basteln am Blog ist ein paar Tage lang interessant, dann wird es langweilig. Gleiches gilt für das Aktualisieren der Input-Anzeige. Die wenigsten Blogs werden regelmäßig aktualisiert. Da man irgendwann alles ausprobiert hat, und der Spass daran abnimmt, braucht es Disziplin, den Blog regelmäßig mit Inhalt zu füllen. Im Rahmen eines Projektmoduls mit benotetem Schein ist diese Disziplin da. Aber ich könnte mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, einen Blog außerhalb eines wie auch immer gestalteten Projekts  sei dies eine zu erzählende Geschichte, ein Informationsblog oder was auch immer  zu haben. Es wird schlicht langweilig. Mein Projekt hat sich von einer Anfangseuphorie, in der viele Ideen und Texte entstanden sind, mittlerweile zu dem Punkt entwickelt, an dem ich dies hier ohne Disziplin nicht mehr schreiben würde. Ich muss mich, so leid es mir für eventuelle Leser tut, dazu zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass sich einerseits die Struktur nicht so entwickelt hat, wie ich es mir irgendwie doch erhofft habe, andererseits auch damit, dass die Themen sich verausgabt haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Was die Arbeit zur Policey angeht, weiß ich, dass ich sie in diesem Rahmen unmöglich so fundieren könnte, dass sich darauf etwas aufbauen ließe. Die Weiterführung dieses Strangs verhindert sich also selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Toto &amp; Harry verlieren ihren Charme mit der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Und was letztlich Foucault angeht: desto intensiver ich mich mit der Gouvernementalität beschäftigt habe, desto unklarer wurde mir das ganze Konzept. Reicht es wirklich, die theoretischen Probleme beiseite zu lassen, und die produktiven Anschlussmöglichkeiten zu nutzen? Ich weiß es nicht, aber es erscheint mir mittlerweile sinnvoller, als an Fragen hängenzubleiben, die keine Antwort finden, vielleicht keine Antwort finden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück konnte das Projekt von Anfang an nicht scheitern</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-07T20:21:00Z</dc:date>
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    <title>Für einen noch abzuhaltenden Fernsehabend</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1917685/</link>
    <description>Ich möchte den heutigen Abend mit zwei Rechtfertigungen beginnen. Die erste Rechtfertigung wäre eine Antwort auf einen von manchen Seiten erwartbaren Vorwurf: Was zum Teufel hat Philosophie im Fernsehen zu suchen? Dass sie nur in Büchern stattfände, wäre ein leicht zu widerlegender Einwand: Platons Schriftkritik ließe sich als Buchkritik lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Rechtfertigung, die die erste überkreuzt, aber nicht schneidet, möchte begründen, warum hier keine der bekannten Sendungen wie &lt;b&gt;Philosophie Heute&lt;/b&gt; oder &lt;b&gt;Sternstunde Philosophie&lt;/b&gt; behandelt werden. Diese Sendungen nämlich leiden unter einer  vielleicht sogar konstitutiven  Medienvergessenheit. Denn Philosophie im Fernsehen ist keine Philosophie, sondern Fernsehen. The Medium is the message, wie Marshall McLuhan, der kanadische Medientheoretiker in den 60ern sagte, nach dem übrigens unlängst das Besucherinformationszentrum in der neu eröffneten Kanadischen Botschaft in Berlin benannt wurde. Philosophie im Fernsehen ist also Fernsehen. Und was besagte Sendungen versuchen, ist Philosophie, reinrassige, akademische Philosophie, und kein Fernsehen. Unter einer Perspektive, die diese Sendungen innerhalb des Programms beurteilen würde, innerhalb dessen sie statthaben, würde ihnen zwar vielleicht einen Sonderstatus zubilligen. Dieser bestände letztlich aber nur darin, dass sie versuchen, entweder eine Form von Dialogizität zu etablieren, die dem Gespräch eigen ist, oder aber anhand von Bildern mehr oder minder mangelhaft eine Philosophie zu verdeutlichen. Es würde also Philosophie ins Fernsehen transformiert oder das Fernsehen zum Philosoph(v)ie(h)-Transport gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte dies mit einem Beispiel verdeutlichen: Auf 3Sat laufen gelegentlich Aufnahmen von Theaterstücken. Wir sehen die ganze Bühne in einer Plansequenz, dann nur Hamlet und den Geist, von der linken Seite und zuletzt das verzerrte Gesicht Hamlets. Würde jemand behaupten, das, was wir gesehen haben, sei Theater?! Das Fernsehen  bzw. in diesem Fall die Kamera mit den Möglichkeiten des Films  transformieren das Theater zu etwas anderem, und heraus kommt ein intermediales Produkt. Nun ist es nicht so einfach, zu bestimmen, was Philosophie ist, und das soll auch gar nicht unsere Aufgabe sein. Zumindest können wir festhalten, dass das, was auf dem Bildschirm stattfindet, auf dem Bildschirm stattfindet. Es handelt sich um eine zusammengeschnittene Sendung, und die Bilder, die uns gezeigt werden, gibt es in dieser Konstellation so nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem entgegen ließe sich ein anderes Konzept stellen: Durch das Rundfunkrecht ist jeder deutsche Fernsehsender mit einem Marktanteil von mehr als 10 % verpflichtet, einen geringen Teil des Programms unabhängigen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Genau diese Regelung hat es dem Fernseh-, Filme- und Büchermacher Alexander Kluge ermöglicht, mit seiner Produktionsfirma DCTP das Nachtprogramm von Sat1, Vox und RTL zumindest einmal wöchentlich zu gestalten. Dabei sind neben vom russischen Formalismus beeinflussten Bild- und Toncollagen vor allem die Interviewsendungen interessant. Sicher, auch Kluge führt Interviews, die auf den ersten Blick im herkömmlichen Stil gehalten sind. Bei genauerer Betrachtung offenbart sich aber eine entscheidende Differenz: Bei LINK Alexander Kluges Interviews kommt es zu keinem Dialog, den man so auch außerhalb des Fernsehens halten würde, selbst wenn eine Umsetzung ins Radio denkbar wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also macht die Differenz zwischen den Interviews von Kluge und anderen Philosophiesendungen aus? Bei meinen Überlegungen stütze ich mich auf einige Bemerkungen von Joseph Vogl, Professor für Geschichte und Theorie künstlicher Welten an der Bauhaus-Universität Weimar, und fast zwanzigfacher Gast Kluges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei den Interviews, die Kluge führt, nämlich nicht um Expertengespräche. Hier spricht nicht ein Unwissender mit einem Wissenden, auch kein Fragender mit einem Gefragten. Es handelt sich genauso wenig um ein Ping-Pong-Spiel. Vielmehr betritt jede Frage (von Nachfragen einmal abgesehen) Neuland, ist unerwartet für den Gefragten, vielleicht auch für den Fragenden, die gerade so eine Einheit bilden in dem, was erzählt wird. Das, was erzählt wird, ist nämlich nicht das Gespräch, sondern das, was wir sehen, die Sendung, &lt;b&gt;Prime Time&lt;/b&gt;, &lt;b&gt;10 vor 11&lt;/b&gt; oder das &lt;b&gt;Mitternachtsmagazin&lt;/b&gt;. Eine Antwort ist in diesem Spiel jedoch verboten: Das weiß ich nicht darf der Gefragte nie sagen. Kluge versucht damit, den Zuschauer zu integrieren, ihn selbst Relationen erzeugen zu lassen, ihn die Kontexte neu zusammensetzen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus erfahrener Quelle ließ sich nun vernehmen, dass diese Interviewsituation Interviewten keine angenehme Position zuteilen würde. Man werde nämlich im Antworten zum Zeugen der Antwort, durchaus auch im doppelten Sinn des Wortes zu verstehen. Diese Personalisierung der Antwort führt letztlich zu einer Entchristiansenierung, und vielleicht sogar zu einer Entchristianisierung des Fernsehens, einer Ablösung vom Geständnischarakter vieler Interviews und Talkshows, durch die Mittel des Fernsehens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht damit in diesen Gesprächen um eine sinnliche Intelligenz, um Kurzschlüsse zwischen Geschichten und Begriffen, die sich nicht auf eine rationale Herleitung zurückführen lassen. Es wird nicht logisch gefragt, und all das lässt sich zweifach rechtfertigen: einerseits handelt es sich eben um Fernsehen und nicht um Philosophie, und das Medium Fernsehen erfordert eine andere Art zu reden als die Philosophie. Zweitens: Diese Art zu reden ließe sich, wie noch ausgeführt werden müsste, auch aus Kluges eigenen Überlegungen und Filmen rechtfertigen. Vielleicht spiegelt sich in Kluges Sendungen so etwas wie ein Denken des Fernsehens, eine Reflexion jedenfalls des Fernsehens mit Mitteln des Fernsehens auf das Fernsehen.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/6.+Kluge&quot;&gt;6. Kluge&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-04T19:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1913186/">
    <title>Einladung</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1913186/</link>
    <description>Der Blog soll würdig in den Untiefen thematischer Ungenauigkeiten begraben werden. Dazu möchte ich alle interessierten herzlich einladen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophischer Abend des Fachschaftsrats Philosophie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Michel Foucault: Technologien des Selbst, Technologien des Studierens, Technologien der Regierung&quot;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 09.05.2006, um 20.00 Uhr, im &quot;Absinth&quot;, Rottstr. 24, Bochum-Innenstadt</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-03T21:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1904253/">
    <title>Klugesein macht klug</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1904253/</link>
    <description>Alexander Kluge-Gucken ist wie Foucault-Lesen: man fühlt sich auf der richtigen Seite. In der Opposition, bei jemandem, der  mal schön, mal weniger schön  sich entgegenstellt. Ist nicht gerade dieses Verlangen, sich selbst auf der dem Establishment entgegengesetzen Seite zu positionieren, eine Art Selbsttechnologie? Man ordnet sich damit ein, kategorisiert sich einer bestimmten politischen, kulturellen oder sozialen Rasterung entsprechend und erzeugt so ein Wissen über sich selbst, entsprechend dem, wie man sein sollte, wenn man nicht zum Mainstream gehört. So erlangt der Protestierende schon dadurch, dass er protestiert, einen bestimmten Zustand von Vollkommenheit, Glück, Reinheit, übernatürlicher Kraft. [1]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht mir also darum, über die Seite nachzudenken, von der aus Foucault gelesen wird (und nicht darum, zu behaupten, dass Foucault selbst so gedacht oder gehandelt hätte). Sich in der Opposition zu befinden, scheint meiner Erfahrung nach für viele Menschen ein Anreiz zu sein, selbst schon ein Ziel, ein Selbstzweck  eben weil die Opposition dadurch, dass sie opponiert, schon gut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Kluge beschreibt dieses Verhalten seiner Zuschauer, allerdings in einem Interview von 1994, als die Interviews, die mich hier interessieren und zu denen demnächst ein Posting erscheinen wird, noch nicht den größten Teil seiner Sendungen ausmachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nur, dass ich unterdurchschnittliche Mengen an Akademikern habe, und absolut überdurchschnittlich viele, die vom zweiten Bildungsweg kommen, von Menschen, die Sprachkurse besiedeln... Das heißt, wer noch etwas lernen will und sich weiterentwickelt, der ist in diesen Sendungen überdurchschnittlich präsent. [2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] FOUCAULT, Michel: (1984): Von der Freundschaft als Lebensweise: Michel Foucault im Gespräch. Berlin, Merve Verlag. S. 35&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2] DEUBER-MANKOWSKY, Astrid/SCHIESSER, Giaco: In Echtzeit der Gefühle. Gespräch mit Alexander Kluge. In: SCHULTE, Christian (2000; Hrsg.): Die Schrift an der Wand. Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien. Universitätsverlag Rasch, Osnabrück.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/6.+Kluge&quot;&gt;6. Kluge&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-02T09:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1901866/">
    <title>Es könnte also sein, dass ich nicht der bin, als der ich erscheine. Verwechselt mich...</title>
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    <description>Es könnte also sein, dass ich nicht der bin, als der ich erscheine. Verwechselt mich vor allem nicht!</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-01T18:08:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1900148/">
    <title>Geständnisse</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1900148/</link>
    <description>Es ist Teil des Projektes, dass ich ständig gestehe, wie ich arbeite, wo meine Probleme liegen, was schief läuft. Es ist nicht einfach nur Affirmation, nicht einfach nur die Idee, alles zu dokumentieren und selbst die Kritik am Projekt zu einem Teil des Projektes zu machen, sondern auch eine Auseinandersetzung damit, wie ich über das Schreiben an der Arbeit rede  und mich so selbst verstehe. Ich lerne durch dieses Projekt über mich, beispielsweise wie ich gestehe, dass ich den Zwang fühle, zu gestehen, wo die Probleme der Arbeit liegen, und wie ich versuche, aus diesem Zwang ein, wie erläutert, affirmatives Geschehen zu machen. Man könnte auch sagen, dass ich mich so kurz vor meiner Master-Arbeit schlicht darum sorge, wie ich diese Arbeit schreiben soll. Auch das könnte ein Geständnis sein  oder aber nur eine nach außen wirksame Rechtfertigung für dieses Projekt.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/1.+Methodische+Vorbemerkung&quot;&gt;1. Methodische Vorbemerkung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-01T11:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1898206/">
    <title>Die Übertragung meines Wissens, meiner Ideen, meiner Wünsche in den Blog bedeutet...</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1898206/</link>
    <description>Die Übertragung meines Wissens, meiner Ideen, meiner Wünsche in den Blog bedeutet auch, dass ich bestimmte Aspekte dessen, als was ich mich sehe, in ein symbolisches Universum übertrage, verschiedene Symbolsysteme nutze, um mich erfahrbar zu machen. Dabei bleiben einerseits bestimmte &lt;a title=&quot;&quot; href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/files/Aspekte/&quot;&gt;Aspekte&lt;/a&gt; (mp3, 347 KB)unübertragbar, andererseits formiere ich so ein Wissen von mir für andere, die es lesen können und  wirke so rückwirkend auch auf mich selbst ein. Vor der Übertragung in Schrift, in mediale Strukturen, in symbolische Ordnungen gibt es mich noch nicht. Diese Übertragung ist die grundsätzliche Voraussetzung für zeitlich versetzte Reflexion und Artikulation, für Abstand zu sich selbst und damit sich Selbst. Ich verlege mich ins Medium Blog, das so nicht nur Möglichkeiten und Potentiale zur Beschreibung anbietet, sondern durch diese Begrenzung mich erst erschafft. Das Subjekt, das ich mir als mich vorstelle, ist eine Mannigfaltigkeit, die sich in manchem, was auf dieser Seite zu sehen ist, wieder findet, und der transzendentalen Illusion unterliegt, sich dadurch zu integrieren.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/1.+Methodische+Vorbemerkung&quot;&gt;1. Methodische Vorbemerkung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-30T19:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1895922/">
    <title>Rückkehr</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1895922/</link>
    <description>Wieder da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nur einen kurzen Abriss dessen zu geben, was an der Tagung für den Blog relevant war, die Abschlussdiskussion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Hagen erarbeitete in seinem Vortrag die diskursiven Bedingungen der Physik, ihren Zusammenhang mit der Äthertheorie und parallelisierte dies mit der Situation der Medientheorie. So wie in der Physik weiterhin Konzepte des Äthers und der Einwirkung virulent blieben, so ist auch der an den Äther gekoppelte Medienbegriff in der Medientheorie weiterhin in Gebrauch. Dieser Zusammenhang ist mir allerdings noch nicht ganz klar, dafür muss ich mir den Vortrag nochmal anhören. So könnte man jedenfalls Medienwirkungsforschung und all den Mist herleiten - und schöne Gegenargumente finden. Höhepunkt der Tagung war jedenfalls die abschließende Diskussion nach Hagens abschließendem Vortrag. Lorenz Engell merkte zunächst an, dass die Epistemologie der Medien, die Hagen anvisiere, vor dem gleichen Problem stünde, das Hagen kritisiert habe: Wo ist die Position des Subjekts, das spricht? Foucault stand vor dem Problem, dass seine Position als Historiker und die Bedingungen seines Forschens aus den Humanwissenschaften entstanden sind, die er in &lt;i&gt;Die Ordnung der Dinge&lt;/i&gt; untersucht und kritisiert. Wenn also die Humanwissenschaften erst die Position FOucaults ermöglichen, wie kann er dann die Humanwissenschaften kritisieren? Dies habe man, so Engell, zu Zeiten, als man das noch durfte, &apos;hermeneutischer Zirkel&apos; genannt. Für Foucault ist entsprechend die Archäologie der Archäologie nicht möglich - und das ist sehr problematisch, was seine eigene Position angeht. Die Beobachtung produziert den Beobachter, der beobachtet und so seine Voraussetzung produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hagen erwiderte darauf, dass der Ort, von dem das Wissen operiert, sich in Diskursen finde, die entropisch keinem Prinzip folgen - deshalb der Bezug auf die Aussagen, auf die enoncés. Das anthropische Prinzip, das nach dem Menschen in diesen Prozessen fragt, sollte von Foucault verabschiedet werden. Es geht nicht um Intentionen, um Ideen, um Subjekte. Diskurstheorie funktioniert nicht im anthropischen Prinzip - und entsprechend auch keine users&amp;gratification-THeorie der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medientheorie ist damit in der gleichen Lage wie die Astrophysik, weil beide dem anthropischen Irrtum unterliegen. DIe Astrophysik verfügt, wie Bernhard Siegert eindrucksvoll untermauerte, über nichts als Zeichen und Medieninhalte. Die Bilder der Wissenschaft sind nicht mehr funktional, wenn, wie SIegert in &lt;i&gt;Die Passage des Digitalen&lt;/i&gt; gezeigt hat, mathematische Matrizen und Computer Bilder rechnen können. Mit Maxwell bereits vollziehe sich ein Riss zwischen den Zeichen der Mathematik und den SIgnifikaten, der in die Frage umgemünzt werden kann, warum Formeln Worte und Dinge unterstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach dem Subjekt ist nicht nur die Frage nach dem Subjekt. Sie berührt auch, egal, wie man sie angeht, all die gegenwärtigen Probleme der Medientheorie, vor allem natürlich der um den Menschen, um den Konsumenten formierten Medientheorie. Diese ist von der Suche nach einer direkten Übertragung besessen, wie die Physik den Äther auszuschließen versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hagens letzter Satz soll hier als letzter Satz für dieses Posting geklaut werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich beobachte viele Störungen und bin eine Störung.&quot;</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-30T08:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1871856/">
    <title>Entschuldigtes Fehlen</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1871856/</link>
    <description>Bis Samstag &lt;a href=&quot;http://www.mediale-historiographien.de/2006-04-26_gewaesser-programm.html&quot;&gt;Abwesenheit&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-25T08:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1870690/">
    <title>Verschaltungen</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1870690/</link>
    <description>Die Verschaltung der drei Bereiche Policey, Polizei und Gouvernementalität wird natürlich durch das Medium Blog bedingt, beschränkt  aber in dieser Form auch erst ermöglicht. Letztlich kann ich die Linearität des Mediums Schrift hier nur sehr sporadisch aufbrechen  und gerade hierin habe ich zu Anfang die Möglichkeiten gesehen. Diese Hoffnung hat sich mittlerweile aufgelöst: es passiert kaum etwas in den Intervallen zwischen den Texten. Dorthin platzieren sich immer nur neue Texte. Sicherlich könnte man einen Film machen, aber er ließe sich nicht in die Zwischenräume platzieren. Leider ist die Anordnung der Textfragmente im Blog sehr unübersichtlich, weil nur auf einem Zeitindex geordnet. Das Inhaltsverzeichnis kann zwar grundlegende Orientierung bieten, und es zeigt auch eine gewisse Struktur  aber der Inhalt stellt sich dann wieder anders da. Manchmal wirkt das Projekt wie ein großer online-Zettelkasten mit Texten statt Kurzinformationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier trifft also eine zeitliche Organisation auf die durch das Schreiben von Hausarbeiten etablierte, und dabei erscheinen Grenzen, die beide nur in trivialen, oberflächlichen Punkten überschneidbar werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deswegen stellt sich die Frage, wieso Blogs trotzdem von so vielen Menschen genutzt werden und für viele anscheinend wichtige Bezugspunkte darstellen. Ein andermal</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/1.+Methodische+Vorbemerkung&quot;&gt;1. Methodische Vorbemerkung&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-24T21:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1869499/">
    <title>Polizei und Policey</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1869499/</link>
    <description>Die Policey ist natürlich nicht deckungsgleich mit der Polizei. Eine Herausarbeitung der historischen Verbindungslinien kann hier nicht geleistet werden, bei einer nur etymologischen Herleitung soll es aber auch nicht bleiben. Eine diskursive Formation auszumachen, herauszuarbeiten, wäre doch etwas umständlich. Wie verbinde ich dann die beiden Themen? Oder ist nicht die Verbindung so evident, dass sich die Mühe nicht lohnt? Oder wäre es vielmehr Thema für 2-4 Magisterarbeiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im 19. Jahrhundert war die Geburt der Kriminologie beispielhaft für eine Form der Normierung des Individuums auf der Bezugsfolie des Sozialen: Produkt der Gesellschaft und Gefahr für die Gesellschaft, deren Normen sich in seiner Abweichung widerspiegeln. &lt;br /&gt;
KRASMANN, Susanne: Kriminelle Elemente regieren  und produzieren. In: HONNETH, Axel/SAAR, Martin (Hrsg.; 2003): Michel Foucault. Zwischenbilanz einer Rezeption. Frankfurt/Main, Suhrkamp. S. 102</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/5.+Policey&quot;&gt;5. Policey&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-24T17:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1863656/">
    <title>Das kriegen wir geregelt! - Teil 3</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1863656/</link>
    <description>Der Rest des Buches umfasst Interviews, in denen Toto und Harry ihre gemeinsame Geschichte erzählen, von besonderen Einsätzen berichten und die Idee darstellen, ein Fernsehteam Aufnahmen machen zu lassen. Um die Authentizität dieser Aussagen kann und soll es hier nicht gehen. Stattdessen möchte ich einige interessante, für mein Thema relevante Aspekte herausheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Toto und Harry sich nicht nur als Rechtspfleger und Ordnungshüter, sondern als gute Menschen in Szene setzen  oder das vielleicht sogar sind, was auch immer das sein mag - wurde bereits deutlich. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die Anleihen an der St. Martins-Geschichte, wenn Toto berichtet, wie er seine Altkleider einem stadtbekannten Obdachlosen überlässt. Der Aufgabenbereich der Polizei, der rechtlich festgelegt ist, wird so ausgeweitet auf die Sorge um andere, die zu Policey-Zeiten noch aus der Sorge um sich bestand. Dieser Prozess soll aber nicht nur durch die Polizei stattfinden, sondern sich auf alle Bürger ausweiten und so das früher vorhandene Gemeinschaftsgefühl stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toto und Harry stoßen allerdings auf Widerstand  bei der Polizei. Einige Kollegen sind, wie sie berichten, nicht erfreut über den TV-Ruhm der beiden, und gleichzeitig kritisieren sie die offene und herzliche Art der beiden Fernsehstars. Die Autorität der Polizei scheint so untergraben zu werden, zumindest liegt dieser Verdacht nahe. Trotzdem beharren Toto und Harry darauf, dass Überzeugungskraft nur durch solches Verhalten wirksam sei, und das wäre wichtiger als Gewalt. Interessanterweise wird an dieser Stelle aus dem Interview ein Geständnis, in dem die beiden jeweils ehrlich die  durchwegs positive  Meinung zum anderen verkünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toto und Harry sind ein starkes Team. Und das sind sie nur, weil sie sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf den anderen verlassen können: Eine unserer großen Stärken ist das blinde Verständnis zwischen uns. Nach jahrelanger Erfahrung brauchen wir bei den meisten Einsätzen nur eine Geste oder einen kurzen Satz, und die Aufgaben-Verteilung zwischen uns ist geklärt. [] Wir sind ein eingespieltes Team, das ich immer wieder gerne mit einem alten Ehepaar vergleiche. (S. 160) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Toto und Harry die Polizei als Dienstleistungsunternehmen (S. 169) betrachten, passt natürlich bestens in mein Konzept, ist aber so offensichtlich, dass es langweilig wäre, dies zu vertiefen. Außerdem habe ich gerade keine Lust, weiter zu schreiben, und möchte auch mal ausprobieren, ob es klappt, das zu sagen.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/4.1+Das+Buch&quot;&gt;4.1 Das Buch&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-23T14:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1863284/">
    <title>Das kriegen wir geregelt! - Teil 2</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1863284/</link>
    <description>Im zweiten Kapitel erzählen Toto und Harry abwechselnd von ihrer Berufswahl und ihrer Ausbildungszeit. Dabei wird eine durchaus kritische Perspektive auf die Disziplinierungen der Polizeiausbildung geworfen: Doch plötzlich trugen alle eine Uniform und damit verschwand irgendwie das Individuelle, das die einzelnen Menschen zuvor noch ausgemacht hatte. (S. 63) Am Ende ist jedoch deutlich, dass viele Disziplinierungsmaßnahmen zwar hart, aber notwendig gewesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte die beiden Texte als Narration der eigenen Vergangenheit bezeichnen, die rechtfertigt, warum aus der Vergangenheit eben diese Zukunft entstanden ist.&lt;img width=&quot;260&quot; height=&quot;196&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/regierungspraktik/images/dp8_thumb.jpg&quot; alt=&quot;dp8_thumb&quot; /&gt; Letztlich stellt sich heraus, dass alle Entscheidungen richtig waren, weil sie zum gegenwärtigen Zustand geführt haben, und der ist gut, wenn Toto und Harry sind glücklich mit ihrem Beruf, trotz aller Misslichkeiten. So schreibt Harry, dass er gerade deswegen Polizist geworden sei, weil er immer schon &lt;i&gt;Freund und Helfer&lt;/i&gt; sein wollte, und dies als Kind auch in Polizisten gesehen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich fühlte mich total zurück versetzt in meine Schulzeit. Jeder hatte sein eigenes Pult, einen Stift und die Testunterlagen vor sich. Sonst nichts. Und vorne waren die stechenden Augen des Prüfers. (S. 54)</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/4.1+Das+Buch&quot;&gt;4.1 Das Buch&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-23T12:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1861694/">
    <title>Das kriegen wir geregelt! - Teil 1</title>
    <link>http://regierungspraktik.twoday.net/stories/1861694/</link>
    <description>Wie lässt sich nun all das gesagte auf eine Sendung wie Toto &amp; Harry anwenden? Wie lässt sich trotz aller meiner Einwände das Konzept Gouvernementalität operationalisieren? Einerseits schwebt mir die Möglichkeit einer historischen Herangehensweise vor, die verdeutlichen könnte, dass es auch anders möglich wäre, dass man keine Polizisten bräuchte, weil es dann auch keine Delinquenten gäbe. Das ist natürlich unbefriedigend, weil die Polizei zwar auch anders möglich wäre, aber so ist, wie sie geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen möchte ich das erste Kapitel des Toto &amp; Harry Buches Das kriegen wir geregelt! (Hellblau Verlag, Essen; ohne Jahr!) anhand eines gouvernementalen Aspekts untersuchen: Wo wird hier aus dem Wissen um das, was ein echter Kerl ist, eine produktive Praktik gemacht, und damit zugleich gesagt, dass ein guter Kerl ein guter Polizist ist und umgekehrt? Wie gesagt, möchte ich dies auf das erste Kapitel anwenden, um zu sehen, ob es funktioniert, und dann gegebenenfalls die anderen Kapitel anders bearbeiten. Auch meine Methode ist kontingent und könnte anders sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch im A3-Format hat 191 Seiten und ist in sieben Kapitel unterteilt. Die Texte sind in recht großer Schrift geschrieben und von vielen, oft doppelseitigen Bildern aufgelockert. Auf den ersten Seiten zeigt eine Karte von Bochum die wichtigsten Orte der Stadt und für Toto und Harry. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Kapitel beginnt mit der Beschreibung des Dienstbeginns, des Anziehens der Polizeikleidung und der Ausrüstung. Bereits auf S. 14 stellt Toto fest, dass man vor einem ordentlichen und gepflegten Polizisten mehr Respekt habe. (Vor ungepflegten habe man also mehr Angst?!) Da Harry beim Bund war, ist er besonders ordentlich (S. 16). Ordnung muss also sein, und ist Voraussetzung für einen guten Polizisten. Aber die Ordnung ist vielmehr eine Selbstordnung, denn schnell fällt auf, dass der Umkleideraum seit Monaten nicht mehr geputzt wurde, die Ausrüstung zum Teil privat finanziert wurde, und überhaupt der Staat kein Geld habe, für seine Angestellten ausreichend zu Sorgen. Trotzdem ist für Toto und Harry ihr Job eben mehr als Staatsdienst, weshalb sie gerne über solche Mängel hinweg sehen und ihre Aufgaben unermüdlich und dienstbeflissen erledigen: Sie arbeiten für ein höheres Ziel, nämlich Recht und Ordnung in Bochum! Diese Konstellation zieht sich durch das ganze Kapitel, und selbst der Amtsarzt hat seit 30 Stunden Dienst und arbeitet trotzdem noch konzentriert weiter. Schließlich geht es um mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es den Beiden unangenehm ist, Waffen zu tragen, soll sich von selbst verstehen. Aber man weiß ja nie. Es verwundert, dass trotz der Ablehnung von Gewalt  außer im Notfall  die Pistolen SigSauer P6 genau beschrieben werden: Totos Waffe mit der Nummer 7440767 ist schon 24 Jahre alt, für neue fehlt auch hier das Geld. (S. 18) Sicherheit geht vor, nicht zuletzt aus Angst vor dem Unbekannten, das da kommen möge. Nur ein ordentlicher Mann hat Recht, und nur ein rechter Mann kann für Ordnung sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen davon, dass Prostituierte im folgenden politisch inkorrekt als Huren bezeichnet werden (S. 21ff.), funktioniert das Buch wie die Fernsehsendung, weil sie die Anwesenheit des Autors der Zeilen  dem Journalisten Frank Schneider  nicht verheimlichen, sondern in das Dispositiv der Sendung integrieren. Dieser Versuch, Authentizität zu schaffen, scheint angebracht. Auch deshalb werden Toto und Harry bei kleineren Delikten zwar als nachsichtig, bei Straftaten aber als unerbittlich dargestellt. VfL-Fans sind eben sowieso auf der guten Seite, da kann man mal ein Auge zudrücken. Letztlich sind aber alle Delinquenten einsichtig, niemand wagt, die Polizei grundsätzlich in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht hat auch einfach niemand Foucault gelesen.</description>
    <dc:creator>Florian Sprenger</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://regierungspraktik.twoday.net/topics/4.1+Das+Buch&quot;&gt;4.1 Das Buch&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Florian Sprenger</dc:rights>
    <dc:date>2006-04-22T20:46:00Z</dc:date>
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